Spirituality

Krisenmanagement für die Seele

Man mutet sich immer mehr zu, redet sich jede Person, jede Situation und jeden Umstand schön. Biegt sich alles zurecht, nur damit man nicht aus seiner Komfortzone heraustreten muss, da diese einem ein solides Gefühl von Sicherheit verspricht. Doch hast du dir schon mal überlegt, was im schlimmsten Fall passieren könnte, wenn du deine Komfortzone verlässt und die Abers nicht katastrophisierst? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit.

Der Krisenplan

Richte dir was zum Schreiben her, völlig egal ob analog oder digital. 😉 Und dann setz dich ganz gemütlich hin, versuche dich zu entspannen, atme ruhig und gleichmäßig und lass dir durch den Kopf gehen, was dich gerade besonders beschäftigt oder möglicherweise bedrückt.

Vielleicht belastet dich ein Thema in einer Beziehung oder die Arbeit macht dir zu schaffen. Was würde passieren, wenn du dieses Problem aus deinem Leben streichst. Wenn du kündigst oder die Beziehung beendest. Was würde dann passieren? Egal wie bescheuert oder nichtig sich so mancher Punkt auch anfühlen mag, schreib ihn auf.

Und dann überlege dir für jeden dieser Punkte eine Lösungsmöglichkeit. Das kann Unterstützung von Freunden oder der Familie sein, aber auch von Fachleuten wie Ärzten, Therapeuten, Anwälten, Steuerberatern oder einem Reinigungsdienst. Ebenfalls kann das Recherchieren bestimmter Themen (Kosten reduzieren, Haushaltsbuch führen, Umzug u. ä.) Lösungen bieten. Und eine der wichtigsten, Lösungen, die gerne missachtet wird, ist das Streichen eines Problems. Weil man feststellt, dass es eigentlich gar keines ist.

Warum das Ganze?

Oft verstricken wir uns bereits bei den Abers, weil unser Hirn nicht aus seiner Komfortzone will. Dennoch belastet uns die eigentliche Situation zunehmend. Das zehrt an unserem Nervenkostüm und unserer psychischen Gesundheit. Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig seinen Problemen und Ängsten zu stellen. Und einfach mal schwarz auf weiß festzuhalten, was passieren würde und dem ganzen Lösungen entgegen zu schmettern.

Es beruhigt unseren Kopf, weil wir einen Ausweg generiert haben, der vielleicht schwierig sein mag, aber nicht unmöglich. Zudem setzen wir uns damit auseinander, welche Probleme wir nur katastrophisieren und uns daher erst gar nicht damit beschäftigen wollen. Doch so zertrümmern wir das über uns schwebende Damoklesschwert in tausend Scherben.

Wie gehst du mit vermeintlichen Krisen um? Hast du eine andere wirksame Strategie, dem Thema den Kampf anzusagen?

Bildquelle: Charles Deluvio
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